Was lange währt, geht endlich online: Seit gestern, 29.10., kann Otto-Normaluser das neue Online-Angebot der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung nutzen. Mit dem neuen Namen des Online-Portals - “Der Westen” - nimmt die WAZ einen klaren regionalen Bezug vor und verabschiedet sich nach langer Planungsphase und verschobenen Startterminen von der Stamm-URL waz.de.
Mit dem neuen Angebot will die WAZ auf die veränderte Medienlandschaft und den umkämpften Anzeigenmarkt im Internet reagieren, wie die Chefredakteurin des Portals, Katharina Borchert, in einem FAZ-Interview erklärt.
Das Angebot wirkt jedenfalls klar strukturiert und übersichtlich. In der rechten Spalte werden neben den meistgelesenen auch die meistkommentierten Artikel angezeigt, so dass sich leicht verfolgen lässt, welche Themen besonders diskutiert werden. Den Online-Trends “Video” und “Community” sind eigene Rubriken gewidmet, den auch die WAZ erhofft sich eine rege Beteiligung ihrer Leser. Die Optionen in der Community mit Leserblogs, Profilen und Foto-Uploads entsprechen dem, was z.B. auch der Kölner Stadtanzeiger mit seinem sehr lebendigen Angebot “Stadtmenschen” bereits im Sommer umgesetzt hat.
Neben diesem Community-Bereich widmen sich mehrere Themenblogs den verschiedensten Facetten des Lebens im “Westen” und in der WAZ-Redaktion. Ein von Katharina Borchert geführtes “Korrekturblog” nimmt gleich vorweg, dass Fehler passieren können, und bietet sich als Korrekturplattform an.
Wie die WAZ-Leser das Angebot annehmen, ob sich tatsächlich - wie erhofft - neue Leser gewinnen lassen, und ob die Schulung im Umgang mit Online-Medien von 900 Redakteuren innerhalb von sechs Wochen etwas gebracht hat, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.













4 responses so far ↓
1 media-mirror // Okt 31, 2007 at 23:37
Also ich war ein bißchen enttäuscht. Mir war alles ein wenig zu bieder, zu statisch und zu “bereits irgendwo anders gesehen”. Aber du hast sicherlich recht damit, dass alles schön übersichtlich und durchdacht ist. Das Geo-Tagging für lokale Verbindungen habe ich mir aber noch nicht angeschaut - vielleicht ist das ja was für mich.
Den Namen finde ich im Übrigen auch nicht so prickeln.
2 Benedikt // Nov 1, 2007 at 13:52
“Bereits irgendwo anders gesehen” habe ich auch empfunden, allerdings nicht negativ. Die totale Revolution hatte ich eh nicht erwartet, weiß nicht ob das als Nachrichtensite angebracht wäre. Wichtiger ist meiner Meinung nach vor allem inhaltlich zu überzeugen und sich gerade im Lokalen und Regionalen als Informationsquelle Nr. 1 zu behaupten. Video, Community, Geo-Tagging und Co. sind Werkzeuge, müssen aber auch richtig angewendet werden.
3 media-mirror // Nov 6, 2007 at 11:52
Ja aber mir fehlte es ein wenig an der notwendigen Emotionalität, die gerade ein lokales Angebot noch mehr braucht als ein überregionales. Richtig ist natürlich, dass die Instrumente auch richtig eingesetzt werden müssen. Gerade da scheint mir “Der Westen” aber einiges richtig zu machen.
4 ' + title + ' - ' + basename(imgurl) + '(' + w + 'x' + h +') // Jan 9, 2008 at 23:07
[...] Im Oktober hatte die Westdeutsche Allgemeinen Zeitung ihr lang erwartetes Internetportal “DerWesten” gestartet, worüber auch wir uns im Media Mirror kurz ausgetauscht hatten. [...]
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